The final curtain
Mein letzter Blogeintrag. Dienstag morgen habe ich kein Internet mehr und am Freitag geht es dann zurück nach Deutschland. Die Wohnung ist schon ziemlich ausgeräumt. Ein Teil bleibt erstmal hier in Mc Lean im Office. Dann kann ich singen: Ich hab noch einen Koffer in McLean...
Morgen müssen noch die beiden Schecks raus für die Steuerbehörden für das erste Quartal von 2011.
Zeit für einen Rückblick.
Es war ein spannendes Jahr. Wenn die berufliche Unsicherheit von Mitte Dezember bis Mitte März nicht gewesen wäre, wäre es ein durchweg gutes gewesen. Das Ende war nicht so schön, aber im Rückblick überwiegen die guten Momente.
Mal sehen, was die Zukunft bietet.
Es war immer mein Traum so etwas mal zu machen. Diesen "amerikanischen " Traum durfte ich leben. Und habe Amerika erlebt. Sehe Amerika durchaus kritischer als vorher. Und sehe die Problem, die auf dieses Land zukommen werden. Das Land ist gespalten, der Benzinpreis steigt stetig. Die Wirtschaft noch keinesfalls stabil und die tiefen Einschnitte stehen ja noch bevor. Ich denke die Situation ist deutlich schlimmer als in Deutschland. Aber das darf man nicht so laut sagen.
Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf Deutschland, auf Treffen mit Freunden, die ich außerhalb des Büros treffen kann. Denen ich wieder gegenübersitze.
Und in drei Monaten darf man mich dann mal gerne fragen, ob ich mal wieder in die USA möchte. Wenn auch erstmal in kleinen Dosen.
Danke für alle, die diesen Blog gelesen und verfolgt haben
Der amerikanische Traum und damit mein Amerikablog hat jetzt ein Ende.
Man liest sich (bestimmt) mal wieder
Jürgen
PS
Vom Kollegen mit dem Handy aufgenommen. Sicher nicht das beste Foto hier

Aktualisiert (Montag, den 18. April 2011 um 22:54 Uhr)
15 and countingNoch 15 Tage. Morgen soll ich (hoffentlich) endlich wissen, wieviel ich an Steuern bezahlen soll. Ich gehe seit einiger Zeit meinem Steuerberater völlig auf die Nerven. Er denkt wahrscheinlich ich sei ein p.i.t.a. Aber ich bin auch etwas sehr genervt. Die Unterlagen habe ich ja Mitte Februar eingereicht. Ich möchte am 22.4 ausreisen, ohne Ärger zu bekommen. Inzwischen sind wir auch ins neue Office gezogen. Und damit aus dem alten ausgezogen. Zehn Monate haben damit am 31.3 ein Ende gefunden. Für Freunde fanden längere Zeiten am selben Tag ein Ende. Ich weiß ja nicht ob ihr mitbekommt, dass hier Freitag nacht der "Goverment Shotdown" droht. Man hat sich bisher nicht auf einen Haushalt für 2011 einigen können. Und damit hat die Regierung kein Geld zur Verfügung. Man hat Ausnahmeregelungen beschlossen, aber nun stehen sich die Lager wohl unversöhnlich gegenüber. Und das bedeutet, dass Beamte und Angestellte nur bezahlt werden, wenn ihre Tätigkeit wichtig ist: Wichtig sind u.a. TSA Beamte am Flughafen oder die Abgeordneten, nicht wichtig die Soldaten oder die Nationalparksangestellten. Für Washington ist es ganz besonders schlimm. Die Stadt wird 100 % als Hauptstadt aus dem Regierungsgeld bezahlt. Und so sind am Wochenende in DC wohl alle Mussen dicht. Die Mitarbeiter dürfen auch nicht freiwillig arbeiten und müssen Telefon und Laptops abgeben. Das ganze hat 1995/96 schon mal stattgefunden und dauerte drei Wochen. Und erst nach mehr als einem halben Jahr hatte man dann beschlossen den "ausgesperrten" Mitarbeitern ihren Lohn zu zahlen. So und nun wie versprochen die Farbbilder aus Chicago.
Aktualisiert (Donnerstag, den 07. April 2011 um 23:25 Uhr) Fliegen mit United, öfter mal was neuesManchmal könnte ich explodieren, aber ich halte mich nicht für explosiv. offensichtlich war TSA anderer Meinung. Bodyscan, hinterher noch ein dezidiertes Abtastprogramm, und eine Spezialbehandlung meiner Hände, um festzustellen, dass ich wohl nicht mit Sprengstoff in Berührung gekommen bin. Und so erreichte ich dann mein Gate. Ich erspare Euch eine ausführliche Schilderung durch was für Prozeduren man hier laufen muß, wenn man seines Gepäckes verlustig gegangen ist. Ich liebe es, dass alles so vollautomatisiert ist, dass man nur noch mit Blechstimmen redet. Und wenn man dann nach 12 Minuten eines vollautoamatischen Dialogs dann die Meldung bekommt: Unknown error, the call will be terminated, dann könnte ich wirklich explodieren.
Chicago war super ! Eine sensationelle Stadt. Viel heller als NY. Und die Architektur noch eine Klasse besser. Auch wenn es sch...kalt war. (-10 Grad - 0 Grad). Aber dafür Sonnenschein. Das Fotografieren hat Spaß gemacht, nach langer Zeit mal wieder. Hier mal eine erste Serie von (fast) s/w Bildern.
Die Farbbilder folgen beim nächsten Mal, versprochen Man liest sich VG
Jürgen Aktualisiert (Sonntag, den 03. April 2011 um 16:55 Uhr) Mark Twains Hucckleberry FinnAm Sonntag lief hier ein Beitrag von 60 Minutes (CBS) zum Buch Huckleberry Finn. Weltliteratur ohne jeden Zweifel. Ohne jeden Zweifel ? Nur das Geburtsland von Mark Twain verbietet in vielen Schulen das Buch im Unterricht zu lesen. Warum. ? Das N word.. 276 mal hat Twain das Wort Nigger geschrieben, alleine in einem Satz dreimal. . Und das ist das N word. Inzwischen hat ein anderer Verlag das Wort in seiner Ausgabe durch Sklave ersetzt. 1955 wurde Jim in einer Filmversion von CBS sogar durch einen Weißen ersetzt. Political correctness ? Die Freundschaft von Jim und Huck ist ein Plädoyer für Miteinander und nun nicht für Rassismus. Wäre da nicht das böse N Wort. 1884 wurde das Buch veröffentlicht. Eine ganz andere Zeit und das N Wort war damals noch nicht das N Wort. Ach was, wir schreiben einfach mal Welliteratur um. Irgendwie erinnert mich das alles an Orwell 1984 Newspeak. Am kommenden Wochenende bin ich für 5 Tage in Chicago. Flug gebucht, Hotel gebucht. Ich habe an Chicago gute Erinnerungen. Vor vielen Jahren, war ich da mal beruflich und mir hat die Stadt gut gefallen. Also schauen wir mal was es wird. Hier einige Bilder des letzten Wochenendes S/w und kunterbunt. Man liest sich Jürgen PS In einem anderen Forum hat ein Fotograf etliche Bilder des Füssemotivs veröffentlicht. Alle aus dem Apple Store in NY. Dieses hier ist im National History Museum in DC aufgenommen Und natürlich war ich als ich die Treppe sah, schon vorbereitet, was mich erwarten könnte. Dank an Zurab, der mir für dieses Motiv die Augen geöffnet hat.
March Madness & St Patricks DayIch sehe Grün. Jeder ist heute ein wenig irish. Die Iren feiern ihren Nationalfeiertag und alle flippen aus. In NY und Boston waren heute die großen Paraden. In DC ist man schon am Wochenende marschiert. Und natürlich gibt es auch wieder einen Sale. The big St. Patricks Day Sale Event. Und wer nicht grün trägt, der trägt College Basketball T Shirts. Jetzt beginnt auch March Madness. Das ist das Endturnier um die College Basketball Meisterschaft. 64 Teams spielen um den Titel. In vier Konferenzen. East/West/Southeast/Southwest. In Southeast spielt gerade Florida gegen Santa Barbara. Santa Barbara ist nun so ziemlich das genaue Gegenteil von östlich. Aber ich habe aufgehört, die Amerikaner zu verstehen. Momentan ist in jeder Konferenz Viertelfinale, dann Halbfinale und dann das Konferenzfinale. Und dann treffen sich die vier Sieger irgendwo (LA ?) und spielen dort den Meister aus. Und man glaubt es kaum: Es gibt auch einen March Madness Super Sale. Vielleicht erfahre ich ja doch noch, wo eigentlich Villanova liegt oder Gorgonzola - nein natürlich Gonzaga und St Johns. George Mason liegt hier irgendwo im Nachbarcounty. Soweit bin ich schon vorgedrungen. Am Montag und Dienstag hat es mich dienstlich nach Plymouth Meeting verschlagen. 250 km von hier im Norden von Philadelphia. Ikea hat da wohl seinen Hauptsitz in den USA. Ansonsten findet man auch bei Wikipedia nichts besonderes über den Ort. Außer das 27 Prozent der 5.500 Einwohner irischer Abstimmung sind und heute wohl St Patricks Day feiern.
Zum Abschluss dieses Eintrages die gute Nachricht: Obama hat heute gesagt, dass die Amerikaner an der Westküste und in Hawai keine Angst haben müssen, verstrahlt zu werden. Das beruhigt doch etwas. Ein paar Bilder vom letzten Samstag aus Alexandria als Abschluss dieses Eintrages. Und man liest sich.
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