Vom Fotografieren in DC und patriotischen Dingen

Ich habe mir am Wochenende ein Hotelzimmer in DC geleistet. Habe meinen größten Koffer mitgenommen, darin meinen Fotorucksack gepackt und das Stativ. Und etwas Kleidung war da auch noch drin.  Wer mich gesehen hat, muss gedacht haben, ich wandere aus. In der Metro lässt sich aber mit einem großen Koffer leichter hantieren als mit Rucksack auf dem Rücken und einem kleinen Koffer. Hat man schon mal ermittelt, wieviele Unfallopfer es in den U-Bahnen der Welt gibt, weil Rucksäcke wild um sich schlagen ? Eine gefährliche Waffe auf den Rücken der Rücksichstlosen.

Und so wanderte ich also durch die Straßen der Stadt. Temperaraturen wie immer extrem zu hoch, Luftfeuchtigkeit dito.

Suchte Museen auf, um das eine besondere Bild zu machen. Und war immer überrascht, wie wenig das Fotografieren verboten ist. In Sonderausstellungen - wie Yves Klein im Hirschorn - ist es nicht erlaubt. Da besitzt das Museum nicht die Rechte. Aber in den eigentlichen Ausstellungen ist es erlaubt.Selbst das Blitzen ist selten verboten. So ein Monet angeblitzt ist schon was feines.

Man wird am Eingang kontrolliert,  eventuell darauf hingewiesen, dass man kein Stativ benutzen darf. Und dann darf man mit seinem Rucksack bewaffnet durch die Ausstellung gehen. Manchmal bekommt man noch den Tipp, dass man den Rucksack nicht auf dem Rücken tragen darf. Was in einem Museum, das z.B. ostasiatische Keramiken zeigt, auch irgendwie verständlich scheint.

Doch so schön dieses alles zu sein scheint, gibt es auch die anderen Orte.  Wo Patriot Act mit Fotografierverbot gleich zu setzten ist. Union Station scheint da ganz besonders patriotisch.   Offensichtlich fällt das  Fotografieren unter das First Amendment der amerikanischen Verfassung. Das erlaubt die uneingeschränkte Berichterstattung. Und was öffentlich ist darf fotografiert werden. So hat der Supreme Court entschieden.  Und so darf man z.B. auch in U-Bahn Stationen fotografieren (Gruß nach München) . In Union Station hat man den Verwandten und Freunden wohl selbst Abschiedsbilder untersagt. Was die Praxis bis in die nationalen News brachte. Und als dann Fox News ein Interview mit der Pressesprecherin von Armtrak führte, verwies diese darauf, dass eine solches Verbot selbstverständlich nicht vom Gesetz gedeckt ist. Und man natürlich Fotos auf dem Armtrak Gelände machen darf. Und gerade als sie dieses sagte, kam die Security und verbat die Drehaufnahmen mit der Begründung: Patriot Act.  Dumm gelaufen. Nebenbei ist Union Station auch noch Mall, da sieht es dann wieder anders aus. Allerdings ist das Gebäude wieder mit öffentlchen Mitteln saniert worden. Und ist damit ein öffentliches Gebäude. Am besten fragen, bevor man verhaftet werden will.

 

Habe ich schon erwähnt, dass die Museen  in DC fast alle umsonst sind. Was das Museumshopping einfach macht. Nicht das Museum shopping sondern das Museums- hopping Und sie sind alle voll klimatisiert.

Hier mal fünf Bilder meiner Tour durch die Museen von DC

 

Mein Lieblingsbild: Titel Escher

Die Dachkonstruktion in der Nationial Gallery

 

 

Auf und Ab

 

 

Und nun noch zwei Bilder von Besuchern

 

 

 

Man liest sich

 

Jürgen